Rückblick: 2. Stilum Inklusionstag 2026

Am 21. Mai 2026 veranstaltete die Stilum GmbH in Kleinmaischeid ihren 2. Inklusionstag – ein praxisorientierter Workshop, der erneut von Peter Schraml vom Planungsbüro Maßstab Mensch geleitet wurde. Fachkräfte aus Pädagogik, Architektur und Stadtplanung folgten der Einladung, um gemeinsam Impulse für eine inklusivere Gestaltung von Bewegungs- und Spielräumen zu sammeln.

Wie müssen Spielräume gestaltet sein?

Mit dieser Leitfrage eröffnete Peter Schraml den Vormittag. Im ersten Programmblock vermittelte er die Grundlagen inklusiver Spielraumplanung: aktuelle Herausforderungen, rechtliche Rahmenbedingungen und konkrete Lösungsansätze aus der Praxis. Dabei ging es nicht allein um normgerechte Spielgeräte oder barrierefreie Wege – sondern um echte Teilhabe und die Schaffung lebendiger, vielfältiger Bewegungslandschaften für Menschen aller Altersgruppen und Fähigkeiten.

Im zweiten Block stand die Anwendung der Inklusionsmatrix im Mittelpunkt – ein praxisnahes Planungswerkzeug, das zeigt, wie inklusive Anforderungen strukturiert in Projekte einfließen können.

Erlebnisparcours: Inklusion am eigenen Körper erfahren

Der Nachmittag gehörte der Selbsterfahrung. In Kleingruppen bewegten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen Erlebnisparcours auf dem Stilum-Gelände – ausgestattet mit Rollstühlen, Blindenstöcken und Simulationsbrillen, die verschiedene Sehbeeinträchtigungen nachahmen, sammelten Erfahrungen mit VR-Brillen und nahmen an einer Werksbesichtigung teil. Vor allem die praktischen Übungen sorgten für viele Aha-Momente: Welche Hürden entstehen durch eine zu schmale Wegeführung? Wo fehlt taktile Orientierung? Was bedeutet ein fehlender Kontrast für Menschen mit Seheinschränkung?

Ein Tag voller Erkenntnisse und Motivation

Der 2. Stilum Inklusionstag war mehr als ein Fortbildungstag – er war ein Tag der Inspiration und des gemeinsamen Denkens. Die abschließende Diskussionsrunde, moderiert von Peter Schraml, bündelte die Eindrücke des Tages und gab Raum für offene Fragen, Erfahrungen aus der Planungspraxis und neue Ideen.

Gut zu wissen: Die Veranstaltung war als Fortbildung für Mitglieder der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW) anerkannt.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich für ihr Interesse, ihre Offenheit und den lebendigen Austausch. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass Bewegungsräume für alle Menschen zugänglich, sicher und einladend sind.